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Autofahren am Nordpolarmeer"Wie wird das mit dem Autofahren dort oben am Nordpolarmeer gehen?", habe ich mich vor der Abreise gefragt. Brauchen wir einen Wagen mit Allradantrieb? Wie sind die Strassen? Wie finden wir uns zurecht? Wie kommen wir auf den teilweise bis zu 300 km langen Strecken vorwärts? Passt all unser Gepäck plus 4 grossgewachsene Personen auch hinein? Alles Fragen, die sich nun bestens geklärt haben. Unser MietwagenAls Mietwagenkategorie konnten wir trotz Nachfrage nur einen Wagen der "Golfklasse" reservieren. Glücklicherweise bekamen wir von Europcar einen Nissan Qashqai ausgehändigt. ![]() Top Zustand, 11'000 km. Fahrwerk mit guter Federung und leichten Off-Road Qualitäten (also keinen tiefergelegten Audi-Quattro). Und das Beste: mit grossen, griffigen Winterreifen, die mit Spikes ausgerüstet sind. Vermutlich hier oben eine Selbstverständlichkeit waren mir Spikes doch nur noch aus den ersten Jahren meines Lebens auf dem Wagen meines Vaters bekannt. Dann wurden sie in Deutschland "verboten". Sicherlich wäre ein Fahrzeug mit aktivem Allradantrieb noch sicherer und würde bestimmt auch mehr Spass machen, aber so ausgerüstet ist das Fahren hier oben auf normalen Strassen dann kein Problem. Ein abgelegenes Ferienhäuschen an einem Hang möchte ich so jedoch lieber nicht erreichen müssen. Der StrassenzustandNachzu alle Strassen hier oben waren vollständig mit Schnee und/oder eisbedeckt. Aber die Strassen sind sehr breit, ohne Leitplanken. Und bisher immer sehr gut geräumt.Die eingesetzten Schneepflüge sind gewaltig. Da wird nicht nur geschabt - wie ich es von uns kenne - sondern richtig mit Wucht gekratzt. Ein entgegenkommender Schneepflug fuhr sicherlich 80 km/h, als Nachräumer für den rechten Rand. Aber die Schaufel unten und richtig effektiv. Und der Schneepflug in Tromsö machte so einen Lärm, dass ich zunächst an ein Panzerbattalion dachte. Das Ergebnis sind allerdings dann gut geräumte Strassen, auf denen eine Schicht aus Schnee festgefahren ist. Manchmal zeigen sich freie, schmale Reifenspuren Asphalt oder Beton. Und so kann man dann - nach ein wenig Eingewöhnung - problemlos mit 80 bis 100 km/h durch die endlosen Eislandschaften cruisen. Sogar überholen ist problemlos möglich. Auf unserer ersten Fahrt von Kittilä in Richtung Norden hatten wir einige LKWs vor uns. Diese fuhren flott, aber eben nur mit 80 km/h. Geschwindigkeitsbegrenzung In Finnland und Norwegen ist die Höchst-geschwindigkeit generell auf 80 km/h begrenzt. Gerade in Norwegen sollen die Bussen bei Übertretung heftig teuer sein.Um so grösser meine Freude, als ich plötzlich immer wieder Schilder mit der bekannten "100" antraf. Sowohl in Finnland, als auch Norwegen sind Teilstücke der endlosen Überlandstrassen auf 100 km/h "geöffnet". Die gestattet dann eben auch ein legales Überholen von Lastwagen in der tiefdunklen Winternacht. Merkt ein Lastwagenfahrer, dass ein Autofahrer doch etwas schneller fahren kann oder darf, so habe ich es oft erlebt, dass er bei geeigneter Gelegenheit Zeichen zum Überholen gibt. Auf der breiten Strasse ist es dann kein Problem, mit normaler Beschleunigung den Lastwagen zu überholen. Und Dank der Übersicht und Kenntnis der Lastwagenfahrer war das auch nie ein Problem. Wir haben uns alle sicher dabei gefühlt. Und das BesteDer Schnee ist vollkommen sauber und nicht so braun und schmutzig wie bei uns in der Schweiz. Weil es hier oben kaum taut ist zu dieser Zeit im Winter der Schnee auf den Strassen immer noch weiss. Die Landschaft sieht schön aus, die Autos bleiben sauber. Kein Matsch !!! Nur Freude !! |
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Post date: 2014-12-26 22:32:20 Post date GMT: 2014-12-26 22:32:20 |
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